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Apr 30, 2013 - Allgemein    Kein Kommentar

Spannende Geschichten beim Vorlesewettbewerb

Am 30. April wurde es im Plenarsaal richtig  spannend: Der Landesentscheid der Vorlesemeister.  Viele tolle Geschichten, spannend und witzig gelesen. Ich war froh, nicht in der Jury zu sitzen, dafür habe ich eine Menge Vorlesetipps für zu Hause bekommen.

Alle Finalisten des Vorlesewettbewerbs SH mit Anke Erdmann, Vorsitzende des Bildungsausschusses (letzte Reihe rechts) und Monika Braunsdorf aus dem Bildungsministerium SH, Foto: Regina Simon, SH Landtag

 

 

 

 

 

Apr 18, 2013 - Allgemein    Kein Kommentar

Lange Nacht der guten Schulen

Am 18. April haben wir eine „Lange Nacht der guten Schulen“ veranstaltet – ein Format, das wir schon 2011 erfolgreich erprobt hatten, diesmal wurde aber stilecht statt eines Sitzungraumes einen Kinosaal gemietet.

Im STUDIO Filmtheater haben wir von 19 bis 23 Uhr Filme gezeigt über Schulen, die Mut machen, neue Wege zu gehen. Denn zu oft wird die Debatte über Bildungspolitik von negativen Schlagzeilen dominiert. Dabei wird oft vergessen, dass in vielen Schulen im Land bereits mit viel Begeisterung und Engagement gearbeitet wird und Schule auch Spaß machen kann.

Im Mittelpunkt des Abends stand der preisgekrönte Film „Berg Fidel“ über eine inklusiv arbeitende Grundschule in Münster. Ein Film, der bewegt! Die Aussage ist klar: Gemeinsam lernt es sich besser!

Nach dem ersten Film gab es die Möglichkeit, im Kinocafé über die Eindrücke des Films ins Gespräch zu kommen. Wer mehr Input wollte, blieb im Kino und konnte sich Beiträge über weitere gelungene Beispiele aus unserer Bildungslandschaft anschauen.
Unter anderem wurde das Projekt des RBZ Wirtschaft Kiel vorgestellt, wo eine Klasse für Jugendliche, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, eingerichtet wurde. Außerdem haben wir Kurzfilme über die Schülerschule Pinneberg, das Projekt „Produktives Lernen“ der Comenius-Schule Quickborn und die Arbeit der Freiherr-vom-Stein-Schule aus Neumünster gezeigt.

Ein weiteres Highlight war die 30-minütige Doku „Schlänitzsee statt Schule“ über ein Projekt der staatlichen Montessori-Schule Potsdam. Schülerinnen und Schüler aus den 7. und 8. Klassen ackern jeden Monat eine Woche auf einem Seegrundstück, ihrem grünen „Klassenzimmer.“ Der Film dokumentiert die ersten Jahren des Projekts und zeigt, wie die Jugendlichen sich mehr und mehr zutrauen.

Ein schöner Abend mit viel Input und netten Gesprächen!!

Guter Unterricht? – Hinweise aus der Hattie-Studie

So viel Andrang hat es selten bei unseren bildungspolitischen Gesprächen gegeben. Während am Anfang der Woche die Anmeldezahl für unseren „Hattie-Abend“ noch eher mau war, stand das Telefon ab Dienstag nicht mehr still: Die Kieler Nachrichten hatte in einer Meldung auf Seite 1 (über dem Knick!) unter der Überschrift „Grüne hinterfragen Reformpädagogik“ unsere Veranstaltung beworben.

In einem bis auf den letzten Platz besetzten Plenarsaal gab Jens Möller, Professor für Psychologie an der Universität Kiel, eine sehr unterhaltsame und kurzweilig Einführung in Sachen „Was ist guter Unterricht – Hinweise aus der Hattie-Studie“.

Die Frage des Sitzenbleibens, der Klassengröße oder nach offenem Unterricht werden oft kontrovers diskutiert. Der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie hat 2008 in einer Meta-Studie herausgefunden: Sitzen bleiben schadet, offener Unterricht und geringe Klassengröße haben so gut wie keinen Einfluss. Was so richtig spürbar ist, das sind ein sinnvolles Lehrerfeedback, fachlich und methodisch gut ausgebildete Lehrkräfte, eine Vertrauensbasis zwischen Schüler/innen und Lehrkräften, aber auch Programme zur Leseförderung und Unterricht, der sich auf Problemlösung konzentriert.

Damit laufen die Wirkungsfaktoren ziemlich an dem vorbei, was normalerweise kontrovers in der Bildungspolitik diskutiert wird. Einfache schwarz-weiß Antworten hat aber auch Hattie nicht bereit.

Klar ist nach Hattie: Auf die Lehrkraft kommt es an – dabei hält er kein Lob auf den klassischen Frontalunterricht. Viel zu viele Lehrkräfte, so kritisiert der Bildungsforscher, führten schwache Lernerfolge in ihren Klassen auf die Kinder und Jugendlichen zurück. Stattdessen braucht es eine permanente Selbstreflektion – und zwar aus Perspektive seiner eigenen Schüler/innen.

Deutlich ist aber, dass gute Lehrkräfte wissen, was sie tun. Sie lenken den Unterricht, machen den Erwartungshorizont deutlich und geben ein professionelles Feedback. Das ist durchaus vereinbar mit neuen Ansätzen wie dem „jahrgangsübergreifenden Lernen“ und anderen Ansätzen.

Deutlich machen die Studie und der Abend – mit seiner durchaus kontroversen Diskussion, dass Schulpolitik sich nicht auf einfache Schlagworte zurückziehen darf. „Less mindless work“ gilt nicht nur für Schulen, sondern auch in der Bildungspolitik. Von den beiden Hauptfragen in der Bildungspolitik hat dieser Abend sich mit dem Thema Qualität beschäftigt. Die zweite große Aufgabe ist noch immer Chancengerechtigkeit und Durchlässigkeit.

In mehreren Punkten sind wir – betrachtet man die von John Hattie identifizierten Einflussfaktoren auf Bildungsqualität – auf einem guten Weg: Die Landesregierung investiert massiv in den Ausbau der Kleinkindbetreuung, sie wird die Lehrerausbildung erneuern und plant eine Fortbildungsoffensive. Alles laut Hattie „wirksame Maßnahmen“ – wenn man sie richtig anpackt.

Und der Bildungsdialog der Landesregierung, der seit September 2012 läuft, ist auch ein gutes Zeichen. Er hat zu einer Fokusverschiebung geführt – weg von der Strukturdebatte hin zu einer Qualitätsdebatte.

Wer sich einen allgemeinen Überblick verschaffen möchte, dem sei der Artikel „Hattie-Studie – Ich bin superwichtig!“ von Martin Spiewak aus der ZEIT vom 14.01.2013 empfohlen.

Für alle, die bei der Plietsch!-Veranstaltung nicht dabei sein konnten, noch folgender Hinweis: Am 17.04. wird um 16:00 Uhr die Aufzeichnung der Veranstaltung beim Offenen Kanal Kiel ausgestrahlt.

 

 

Jun 20, 2012 - Allgemein    Kein Kommentar

Schule am Campus

Wer sagt, dass es kleine Schulen nur auf dem Lande gibt, irrt gewaltig. Häufig gibt es auch in kreisfreien Städten Schulen, die von Schließungen bedroht sind. So auch die Schule am Campus, eine Regionalschule mit klarem berufsorientiertem Konzept und einer engen Kooperation mit der Wirtschaft. Aufgrund des Images als „ehemalige Hauptschule“, wird die Schule von vielen Familien nicht mehr angewählt – auch wenn es innovative Ansätze und ein engagiertes Lehrerteam gibt. Und so sieht diese Schule einer unsicheren Zukunft entgegen.

Mrz 20, 2012 - Allgemein    Kein Kommentar

Gemeinschaftsschulen: Direkt zum Abi?

– Handewitt/Schafflund Februar 2010 und März 2012 –

Um die hundert neue Gemeinschaftsschulen gibt es, für einige ist es wichtig, dass es einen direkten Weg zum Abitur gibt. Die Abiturquote in Schleswig-Holstein geht weit auseinander: 15% in Schleswig-Flensburg, rund ein Drittel in Stormarn. Das hat –logisch – was mit dem Angebot zu tun.

Zweimal hat es mich in meiner ersten Legislaturperiode an die Gemeinschaftsschulen Handewitt und Schafflund gezogen, es ging jeweils um die Oberstufenperspektive.

Mittlerweile ist – im Jahr 2013 – die Entscheidung von ministerieller Seite getroffen, die Oberstufe wird zum Sommer 2013 in Handewitt eingerichtet.

Dez 31, 2011 - Allgemein    Kein Kommentar

Fridtjof-Nansen-Schule – Gemeinschaftsschule mit Oberstufe

Den letzten Termin im Jahr 2011 habe ich Silvester absolviert – um 16:00 Uhr. Zusammen mit Robert Habeck traf ich mich in einer menschenleeren Schule mit dem Schulleiter Dirk Loßack. Untypisch, da hier doch sonst das Leben tobt. Thema war die systematisch Qualitätsentwicklung von Schulen. Der Termin wird mir als klimafreundlich in Erinnerung bleiben – heiße Diskussionen in einer unterkühlten Schule, klar: In den Ferien sind die Heizungen natürlich abgestellt!

Dez 28, 2011 - Allgemein    Kein Kommentar

Hallo Welt!

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Dez 31, 2010 - Allgemein    Kein Kommentar

Die Ostseeschule – eine Schule im Aufbruch

Ich musste nach Bregenz fahren, zu einem innovativen Bildungskongress, um Ulrich Dehn, den Leiter der Ostseeschule kennenzulernen. Orientiert an der Potsdamer Montessori und der Bodensee-Schule haben sich in Flensburg einige Lehrerinnen und Lehrer auf den Weg gemacht, haben den Beamtenstatus an den Nagel gehängt, um mit viel Engagement eine Schule aufzubauen, die vieles anders macht: Jahrgangsübergreifend, neue Formen der Leistungsmessung, Ganztagskonzept etc.

Und weil mir der Besuch so gut gefallen hat, bin ich im Jahr darauf gleich wieder hingefahren – mit Robert Habeck und Rasmus Andresen, meinen beiden Flensburger Fraktionskollegen. Wer in Flensburg lebt, der sollte die Ostseeschule unbedingt gesehen haben!

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