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Ein Schultag an der Peter-Ustinov-Schule Eckernförde

Aus dem Schulbus kommend laufe ich mit dem Schülerstrom… der sich plötzlich teilt: Muss ich jetzt links oder rechts? Die Schülerinnen und Schüler sind gleich alt, die einen gehen ins Gymnasium, die anderen auf die Gemeinschaftsschule mit Oberstufe. Ist das nun optimale Wahlfreiheit oder absurd?
Ich jedenfalls halte mich links, komme in die Peter-Ustinov-Schule und verbringe einen spannenden Vormittag in einer routinierten und gelassenen Gemeinschaftsschule, für die binnendifferenzierter Unterricht seit Jahren Alltag ist. Inzwischen müssen Jugendliche mit Gymnasialempfehlung aufs Gymnasium ausweichen, wenn man das als Erfolgskriterium anführen kann – der Andrang auf die Gemeinschaftsschule ist zu groß.

Gallbergschule in Schleswig

Es gibt Schulen, in denen fällt es gar nicht auf, wenn man als Besucherin in den Unterricht geht. Die Jungen und Mädchen sind gewohnt, dass die Türen offen stehen und häufiger jemand zuschaut. Überzeugend ist die enge Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum Schleswig-Kropp und die engagierte Umsetzung der Berufsorientierung im Rahmen des Handlungskonzeptes „Schule und Arbeitswelt“ der Landesregierung.

Förderzentrum Schleswig-Kropp

Eine der wenigen Förderschulen, die es auf die Auswahlliste zum Deutschen Schulpreis geschafft haben.  Das große Kollegium finden Sie aber nicht am Schulstandort. Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten an den vielen Schulen der Umgebung und sind dort aus dem Unterricht nicht mehr wegzudenken.

Schule Hesterberg – Landesförderzentrum FiSch

Auf dem Hesterberg habe ich ein Konzept kennengelernt, dass nach und nach in mehr Kreisen Schule macht – im wahrsten Sinne des Wortes! Initiiert von Ulrike Behme-Matthiessen ist dort ein Ansatz entwickelt worden, Schülerinnen und Schüler mit sozial-emotionalem Förderbedarf in die Regelschulen zu integrieren, indem mit den Eltern und der Schule gemeinsam gearbeitet wird: FiSch (Familie in Schule). Ein überzeugender Ansatz – und die Praxis zeigt: familientherapeutische Ansätze lassen sich in Schule integrieren, wenn man sich traut, neue Pfade zu gehen.

Pinneberger Grundschulen

Zusammen mit meiner Kollegin Ines Strehlau und unserer Landesvorsitzenden Eka von Kalben war ich 2011 unterwegs in Borstel-Hohenrade, Kummerfeld und Prisdorf.

Wie kleine Grundschulen am Rande Pinnebergs zusammenwachsen, das war unser Thema. In Borstel-Hohenrade wird auf eine Kooperation von Kita und Schule sowie ein überzeugendes Ganztagskonzept gesetzt – das zieht auch Kinder aus Pinneberg an. In Kummerfeld sahen wir die Pläne für einen gemeinsamen Neubau gemeinsam mit Prisdorf – zukunftsfest und modern.

Landesförderzentrum Sehen

Als Schule ohne Schülerinnen und Schüler wurde diese kleine feine Schule gegründet und ist damit Vorreiter für den inklusiven Gedanken. Hier machte ich 2011 auf meiner Erkenntnistour zum Thema „Facetten von inklusiver und integrativer Bildung“ halt.

Stolpe – von der Grundschule zur Außenstelle

In Stolpe gab es jahrzehntelang eine kleine Grundschule. Inzwischen ist der Standort zur Außenstelle geworden – die Schülerzahlen sanken über die Jahre, so dass die Schule nicht mehr einzügig ist. Anders als in anderen Schulen hatte man sich aber gegen das Konzept des jahrgangsübergreifenden Unterrichts gewandt. Der Prozess, die Eigenständigkeit abzugeben, stand im Mittelpunkt des Besuches vor Ort.

Besuch der Freiherr-vom-Stein-Gemeinschaftsschule

Auf einer Zugfahrt – ich war gerade auf der Durchfahrt durch Neumünster – bin ich bei der ZEIT-Lektüre auf die Freiherr-vom-Stein-Gemeinschaftsschule aufmerksam geworden. Deren Schulleiter, Lars Hansen, hat mich zusammen mit Kollegen einen Vormittag durch die Höhen und Tiefen einer Schulumwandlung genommen – im Schnelldurchlauf. Ein pädagogisch anspruchsvolles Konzept auf den Weg zubringen, während man den ganz normalen Schulalltag laufen hat, das kostet Zeit und viel Kraft.

Diese Schule ist mit so viel Engagement dabei, dass das Team hier durch die Pflichtstundenerhöhung besonders getroffen wurde: Die Lehrerinnen und Lehrer haben eine Stunde über ihrem Soll unterrichtet, um das Konzept umzusetzen. Durch die Pflichtstundenerhöhung wurde dieses besonderer Beitrag „einkassiert“. Besonders werde ich in Erinnerung behalten, wie aus 100 Jugendlichen durch zwei Musiklehrern ein cooler und kraftvoller  Klangkörper wurde – Musikunterricht! Alle waren bei der Sache – dafür standen in Mathe und Deutsch mehr Kolleginnen bereit.

Die Schule war dann auch bei unserer ersten Langen Nacht der guten Schule zu Gast.

 

Gymnasium Wentorf

Das Gymnasium in Wentorf platzt aus allen Nähten. Irgendwie laufen Kommunalpolitik und die Schulen in Wentorf nicht Hand in Hand. Das Gymnasium will G9 werden, der Schulträger geht dagegen an. Die Realschule will Gemeinschaftsschule werden, die Kommunalpolitik hält dagegen. Das Gymnasium platzt aus allen Nähten, die Politik will Schülerinnen und Schüler aus den Nachbarorten nicht zulassen. Zumindest über die räumliche Situation habe ich mir vor Ort einen Einblick verschafft. An diesem Standort könnten zwei weiterführende Schulen Hand in Hand arbeiten, die Kommunalpolitik müsste die Weichen stellen.

Emanuel-Geibel-Gemeinschaftsschule Lübeck

Zusammen mit meinem Kollegen Thorsten Fürter ging es einen Vormittag um die Frage,, wie man neue Schule in einem alten Gebäude machen kann. Idyllisch gelegen mitten in Lübecks Altstadt liegt die Emanuel-Geibel-Gemeinschaftsschule – die Kehrseite ist, dass es kaum Expansionsmöglichkeiten gibt. Wie schafft man Räume für modernen Unterricht, wenn die Akustik und der Denkmalschutz einem viele kreative Ideen durchkreuzen? Es ging aber auch um die Frage, wie man den Schulen einerseits Freiraum gibt, andererseits aber nicht jedes Kollegium das Rad neu erfinden lässt.

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