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Sep 30, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für „Ausschwärmwoche“ im September zum Thema Pflegeausbildung

„Ausschwärmwoche“ im September zum Thema Pflegeausbildung

Im September schwärmten in ganz Schleswig-Holstein wieder alle Abgeordneten der Grünen Landtagsfraktion unter dem Motto Pflegeausbildung aus. Ich fahre regelmäßig in Kitas und Schulen im Land, um mir ein Bild vor Ort zu machen. Darum sorgen die „Ausschwärmtage“ immer dazu, auch mal in andere Themenbereiche hineinzuschauen: Diesmal konnte ich vieles über die Ausbildung zum Gesundheits- oder Altenpfleger lernen. In Kiel besuchte ich das Städtische Krankenhaus und die staatlich anerkannte Fachschule für Altenpflege des Deutschen Roten Kreuz.

Städtisches Krankenhaus

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Am Freitag den 09.09.2016 traf ich mich mit dem Geschäftsführer Herrn Dr. Ventzke und der Pflegedirektorin Frau S. Schmidt des Städtischen Krankenhauses zum pflegepolitischen Gespräch. Das Krankenhaus gehört zum 6K-Klinik-Verbund Schleswig-Holstein und ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Christian-Albrechts-Universität. Gleichermaßen gehört ein Bildungszentrum zum Städtischen Krankenhaus. Es werden die Ausbildung zum Gesundheits-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege angeboten. Des Weiteren in- und externe Fortbildungen, sowie die Fachweiterbildung zum Intensiv- und Anästhesiepfleger.  Derzeit sind es 120 Auszubildende.

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Nach dem Gespräch im Büro konnte ich mir nun einen Eindruck vom Bildungszentrum verschaffen. Die Leiterin des Bildungszentrums Frau B. Schmidt, SchülerInnen und PflegeausbilderInnen aus unterschiedlichen Ausbildungsklassen begrüßten mich in einem Klassenraum.

Als lockeren Einstieg gab es erstmal einen Film zu sehen, den einige Auszubildende selbst gedreht haben, um zu zeigen was das Besondere an einer Pflegeausbildung ist. Mich hat natürlich interessiert, wie diese jungen und motivierten Menschen zu dem Entschluss gekommen sind, diese Ausbildung zu beginnen. Aber auch die generalisierte Ausbildung ein und die derzeitige Ausbildungssituation sowie der Mangel an Fachlehrkräften waren ein Thema. Zum Schluss gab es noch einen kleinen Rundgang durch das Bildungszentrum. Die Räume sind offen gestaltet und es gibt eine Gemeinschaftsküche.

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Das Besondere bei der Ausbildung im Bildungszentrum ist die unmittelbare Nähe zum Städtischen Krankenhauses. Praxiserfahrung kann anschließend wiederholt und vertieft werden.

Wie sehr sich hier alle als Gemeinschaft sehen, mit wie viel Herzblut und Zugewandtheit hier gelernt und gelehrt wird, das hat mich sehr beeindruckt.

 

Deutsches Rotes Kreuz

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Beim meinem zweiten „Ausschwärmtag“ am 20.09.2016 habe ich einen umfangreichen Einblick in die Ausbildung zum Altenpfleger an der staatlich anerkannten Fachschule für Altenpflege des Deutschen Roten Kreuz erhalten.

Diese ist in einem alten Schwesternschaftsgebäude in Kiel Düsternbrook untergebracht. Torsten Geerdts, DRK- Landesvorsitzender und die Schulleiterin der Altenpflegeschule Frau Bonkowski begrüßten mich mit Kaffee und Keksen.

Im Vordergrund stand der Austausch über Verbesserungen der Ausbildungsbedingungen, die Herausforderungen der nächsten Jahre in der Pflegebranche, aber auch die generalisierte Ausbildungsform.

Es werden in Zukunft immer mehr motivierte und vor allem qualifizierte Fachkräfte gebraucht. Dabei spielen Anreizkonzepte, ein adäquates Gehalt und faire Arbeitsbedingungen eine große Rolle. Aber auch die Anerkennung innerhalb der Gesellschaft für diesen Berufszweig sind noch ausbaufähig. Es waren tolle und vielfältige Gespräche vor Ort. Ich konnte viele Themen mitnehmen, um sie an die gesundheitspolitische Sprecherin heranzutragen. Es ist spannend zu hören, welche Konzepte umgesetzt werden und wo man in der Politik noch einige Weichen stellen kann.

Sep 26, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Auguste-Viktoria-Schule in Flensburg

Auguste-Viktoria-Schule in Flensburg

Digitales Lernen in altehrwürdigem Gebäude

In einem denkmalgeschütztem Gebäudeensemble haben Beamer und Apple-TV längst Einzug gehalten. Gemeinsam mit meinem Flensburger Fraktionskollegen hatten wir Zeit mit Herrn Dr. Eckert, dem Projektverantwortlichen Herrn Räker und der stellvertretenden Schulleiterin, Frau Burchardi, über Grundsätzliches und sehr Konkretes zu sprechen. Nach einer Einstiegsrunde in dem schönsten Schulleitungsbüro, das ich in den letzten sieben Jahren bei meinen zahlreichen Besuchen zu Gesicht bekommen habe, konnten wir kurz in einer neunten Klasse hospitieren. Deutlich wurde, dass diese Schule die Potenziale nutzen will. Die Trennung zwischen der Schulwirklichkeit und dem Alltag der Jugendlichen zu Hause soll – jedenfalls im Bereich der digitalen Medien – nicht künstlich aufrecht erhalten werden. Ab Klasse sieben sind Handys auch in der Pause erlaubt, Apps zur Hausaufgabenhilfe werde nicht als Schummelei wahrgenommen: „Dann müssen wir eben unsere Aufgabestellung ändern“, ist eine Konsequenz des Kollegiums. „Wir greifen auf Hilfsangebote aus dem Netz zurück, mitunter finden sich hier gute Möglichkeiten, einen anderen Zugang zum Stoff zu erhalten.“ So erhalten wir Einblicke – mit 3D-Brille – wie sich Figuren im dreidimensionalen Koordinatensystem bewegen lassen. Diese Schule nutzt die Medien, um den Schülerinnen und Schülern immer wieder neue Blickwinkel anzubieten.

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Gefällt mir! Während des gesamten Vormittags muss ich immer wieder an einen Vortrag von Prof. Elsbeth Stern denken, die als eine der wichtigsten Fähigkeiten von Lehrkräften beschreibt, Lerninhalte, für unterschiedliche Jugendliche, auch unterschiedlich aufzubereiten und verschiedene Zugänge auszuprobieren.

Rasmus Andresen und ich bleiben länger als vereinbart. An dieser Schule ist ein ganzes Kollegium auf dem Weg!

 

Sep 16, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Rudolf-Steiner-Schule Kiel

Rudolf-Steiner-Schule Kiel

Kleinod, mit beeindruckender Bühne

Als ich die Rudolf-Steiner-Schule, ein Förderzentrum für Kinder und Jugendliche mit geistigem Förderbedarf betrete, schaut mich Herr Steiner von einem Foto erstmal ziemlich grimmig an. Das ist aber auch der einzige Eindruck von Strenge an diesem wunderschönen Ort. Obwohl nur einen Steinwurf von meinem Wohnhaus entfernt, hat es sieben Jahre gedauert, bis es endlich zu dem Besuch kam.

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Eine freundliche Atmosphäre, schöne Räume, ein Garten und Außengelände, aus dem die Liebe zur Welt spricht. Hier muss man sich einfach wohl fühlen. Es ist ein Kleinod, mit beeindruckender Bühne, Werkräumen – inkl. Schmiede –vielen kleinen Küchen, aus denen es köstlich duftet und natürlich fehlen auch die schönen Pflegeräume nicht.

Und auch in keiner Schule ist mir je ein so überschwänglicher Empfang zu teil geworden, wie in der sechsten Klasse, denn der zehnjährige Frederic springt mir vorbehaltlos auf den Arm, drückt mich, küsst mich. Wow! Schön auch zu hören, dass die Umstellung der Finanzierung von Schulen in freier Trägerschaft in dieser Legislatur eine echte Hilfe ist!

 

Jun 30, 2016 - Allgemein, Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Schulbesuche in Geesthacht

Schulbesuche in Geesthacht

Drei auf einen Streich!

Nach einem Besuch am Gymnasium in Geesthacht, hatte ich versprochen, in diesem Schuljahr auf jeden Fall noch einmal vorbeizuschauen, um mit den beiden Grünen Fraktionsvorsitzenden Annedore Granz aus dem Kreistag und Ali Demirhan aus dem Geesthachter Rat, mehr von der Schullandschaft vor Ort mitzunehmen. Schön war, dass auch meine Regionalmitarbeiterin, Lisa Kaczmareck mit von der Partie war.

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Gestartet sind wir im DaZ-Zentrum an der Buntenskampschule. Die Schulleiterin Frau Steimle und ihre Vertreterin haben mit Leidenschaft Einstiegsklassen für Kinder ohne Deutschkenntnisse aufgebaut. Da es sich um eine Grundschule handelt, jedoch zur Zeit auch Sekundarschülerinnen und -schüler in den DaZ-Klassen lernen, wird es nach den Ferien eine Änderung geben, damit sie stundenweise, auch mit gleichaltrigen Jugendlichen, in den „Regelunterricht“ gehen können.

 

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Die nächste Station war die Alfred-Nobel-Schule, eine ehemalige Gesamtschule mit Oberstufe. Der Eingangsbereich mit offener und einladender Schülerbibliothek und ein wunderschöner Innenhof in dem ringförmig angelegten Gebäude zeigen, dass Schulbau auch das Profil einer Schule unterstreichen kann. Hier brannte der Schulleitung unter anderem das Thema Zeugnisse unter den Nägeln. Eine Vereinheitlichung wird angestrebt, Spezifika, die zum Schulprogramm gehören, könnten dabei unter die Räder kommen, so die Befürchtung.

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Dritte und letzte Schule war die Bertha-von-Suttner-Gemeinschaftsschule, die gerade in etwas turbulenteren Fahrwassern ist. Ein Gespräch mit dem Schulleitungsteam und eines mit der Elternschaft zeigten, wie viele Baustellen        es an der Schule gibt – auch wortwörtlich, denn ein Anbau wurde gerade aufgeschoben, um die neue Oberstufe, die eingerichtet werden soll, baulich zu berücksichtigen.

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Weitere Punkte zur Stabilisierung des Standortes sind die Suche nach einer neuen Schulleitung, die Trennung von Grund- und Gemeinschaftsschulteil und die Begleitung dieses Prozesses durch externe Experten. Eines der Themen war, dass es derzeit so viele Herausforderungen an der gebundenen Ganztagsschule gibt, dass es kaum Kapazitäten für ein DaZ-Zentrum an dieser Schule gäbe. Nicht nur diesen Wunsch habe ich nach Kiel mitgenommen. Inzwischen – zwei Wochen später – steht fest, dass das DaZ-Zentrum einvernehmlich ans örtliche Gymnasium kommen wird, eine Schule die richtig gut aufgestellt ist.

Jun 3, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Boy-Lornsen-Grundschule und Gymnasium Brunsbüttel

Boy-Lornsen-Grundschule und Gymnasium Brunsbüttel

Gleich zwei Schulleiter aus Brunsbüttel sind auch auf Landesebene in Verbänden vertreten. Uwe Niekiel ist als Grundschulleiter auch Vorsitzender des Schulleiterverbandes Schleswig-Holsteins, Hans-Walter Thee ist Rektor des Gymnasiums und im Vorstand des Philologenverbandes. Gemeinsam mit Kerstin Hansen, Grüne Kreistagsabgeordnete und Vorsitzende des Schulausschusses in Dithmarschen, war ich von 7:45 bis 13:15 an beiden Schulen zu Gast. Und weil Brunsbüttel von Kiel aus mit dem ÖPNV eine kleine Weltreise entfernt ist, bin ich schon am Abend vorher mit dem Zug nach Heide gefahren, danke für Bett, Brot und Beifahrersitz, liebe Kerstin.

Englisch am Smartboard, das ist der Einstieg in dieser Grundschule, die auf breite Fachlichkeit setzt. Hier wird programmiert und geforscht.  Jede Klasse hat ein Materialregal und Internetzugang. Es gibt eine gute Schülerbeteiligung und eine schöne Mensa. Hier werden Unterricht am Vormittag und Ganztagsangebote verzahnt, Schulassistenz und –begleitung werden zusammengeführt, mit dem Jugendamt gibt es regelmäßige Treffen. Hier gibt es kaum etwas, was es nicht gibt – nur keine Noten. Diese Grundschule hat sich mit langem Atem auf den Weg gemacht. Und hat einen Schulleiter, der diverse Ideen mit seinem Team voranbringt. Immer wieder hat man den Eindruck: Diese Schule ist einfach gut sortiert. Und das ist das Fundament, immer in Bewegung zu bleiben – diesen Eindruck macht der gelassene Schulleiter. Gut sortiert: Die Laborausstattung in den Schränken, die Klassenräume mit Ihrer Ausstattung, das Kollegium und auch der Zeitplan. Hier gab es wieder einen besonderen Weg: ein Rhythmus mit flexibler Anfangszeit und Eigenlernphasen, mit Pausen und Fachunterricht. Alles sehr durchdacht und gemeinsam getragen.

Wo drückt der Schuh und braucht es Rückenwind? Beim Lehrernachwuchs und der Verzahnung von Schule und Sozialsystemen.

Kerstin Hansen, Anke Erdmann, Hans-Walter Thee

Kerstin Hansen, Anke Erdmann, Hans-Walter Thee

Gerade noch pünktlich hechten wir ins Gymnasium. Auf der Suche nach dem Verwaltungstrakt frage ich bei einer Posaunistin nach dem Weg: Hier scheint gerade eine Probe der Schul-Bigband stattzufinden. Fehleinschätzung! Kerstin Hansen und ich werden mit großem Bahnhof begrüßt. Nun bin ich schon seit 2009  in Schleswig-Holsteins Schulen unterwegs, so einen Empfang habe ich noch nicht erlebt. Das war wirklich wunderbar.

Danach gibt es einen enggestrickten Zeitplan. Ich bin sicher: So viel hat bislang auch noch kein Schulleiter in zwei Stunden untergebracht. Wir beginnen in der Pause im Lehrerzimmer: Verabschiedung einer Praktikantin und Glückwunsch an eine Referendarin, Vorstellung von Frau Hansen und mir in der großen Runde. Wie könnte es anders – natürlich gibt es auch ein kurzes inhaltliches „Gekabbel“ mit Herrn Thee – Grüne und Philologenverband, da ist eben immer noch was zu erwidern…. Dann hospitieren wir im Schnelldurchlauf in drei Klassen: Dänisch (wieder ein erstes Mal), Mathe in einer Fünften und am Ende Geographie (in einer Tablet-Klasse, selbstorganisiert und beeindruckend souverän), wir treffen Schulleitung und Personalvertretung, sehen den Schulneubau nebenan entstehen, treffen uns mit Eltern und Lehrervertretung – und während wir dabei auch noch viel von der Schule sehen, bleibt auch noch Zeit für Austausch.

Zwei Bilder nehme ich auf jeden Fall mit: Der musikalische Empfang mit den Kids, die voll bei der Sache sind. Und ein Fünftklässler, der in einer Pause bäuchlings auf dem überdimensionierten Sofa im Verwaltungstrakt liegt und ganz versunken in die Tageszeitung ist. Eine große Schule, die offenbar für alle eine kleine Nische hat.

 

Mai 19, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Lerncoaches – überzeugendes Modell mit Wachstumspotenzial

Lerncoaches – überzeugendes Modell mit Wachstumspotenzial

Auf Einladung von Schulleiter Dr. Jansen und den beiden Lerncoaches Frau Weinreich und Frau Güven, konnte ich mich mit einem besonderen Beratungskonzept am RBZ 1 vertraut machen: Inzwischen arbeiten 30 Lehrkräfte auch als Coaches und sind ansprechbar, falls Schülerinnen und Schüler gezielte Unterstützung suchen. Weder Nachhilfe, noch Therapie – so charakterisiert sich das Angebot selber.

Gerade in den 1:1 Beratungssituationen lassen sich individuelle Wege finden, damit es in der Schule wieder besser läuft. Viele der Kolleginnen haben sich umfangreich fortgebildet. Rückenwind geben die vielen Erfolge – gut investierte Zeit, für die in Unterrichtssituationen oft die Ruhe fehlt.

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Gemeinsam haben wir nach Wegen gesucht, wie solche Angebote verstetigt und breit verankert werden könnten. Immer, wenn der klassische Schulbereich verlassen wird, wenn es eigentlich um eine Verzahnung mit anderen Angeboten geht, die sonst eher außerhalb der Schule zu finden sind, dann geraten Lehrkräfte an die Grenzen innerhalb der Institutionen – und Abgeordnete eben leider auch.

Zeit für intensive Beratung in der Schule – bis das ganz normal ist, wird es noch etwas dauern, es sind dicke Bretter zu bohren: Aber das ist es Wert. Danke an dieses Team, stellvertretend für alle Kollegien, die auch schon mit Zukunftsprojekten loslegen, auch wenn der Rahmen noch nicht stimmt.

Apr 18, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Otto-Hahn-Gymnasium in Geesthacht

Otto-Hahn-Gymnasium in Geesthacht

In unserer Schule warst Du noch gar nicht!“ Dieser Satz des ehemaligen Landeselternbeiratsvorsitzenden Dr. Thomas Hillemann hatte den Ausschlag gegeben und so war ich, gemeinsam mit Renate Lefeldt und Ali Demirhan aus der Grünen Ratsfraktion sowie Annedore Granz aus der Grünen Kreistagsfraktion zum Schulbesuch am Gymnasium in Geesthacht. Der Schulleiter, Herr Schwerdtfeger, hatte uns ein dichtes Programm mit vielen Ein- und Ausblicken „gestrickt“. Otto-Hahn

Besonderen Raum nahm eine Diskussionsrunde mit Schülerinnen und Schülern des elften Jahrgangs ein. Themen wie Schulartenempfehlung, die Integration von geflüchteten Jugendlichen, das Gastschulabkommen, die bundesweit unterschiedlichen Abi-Durchschnittsnoten, aber auch die spezielle Situation in Geesthacht standen ganz oben auf.

Interessant war auch zu sehen, wie sich die Umstellung vom „Klassenzimmer“-Konzept zum „Lehrerraum“-Prinzip bemerkbar macht. An dieser Schule wandern die Schülerinnen und Schüler. Den Räumen tut es gut, denn man kann die Handschrift der Lehrkräfte erkennen und das Thema Arbeitsplätze für Lehrkräfte wird auf diese Weise gelöst. Dies liegt auch daran, dass die Schule relativ viel Raum hat und ein weitläufiges Gelände. Hier wurde immer wieder renoviert – die nächsten Projekte stehen schon fest: WLAN und die Sanierung der Sporthalle.

Im Anschluss haben wir in kleiner Runde die Eindrücke ausgetauscht und vereinbart: Noch in diesem Jahr soll es einen weiteren Termin in Geesthacht geben – Schwerpunkt: DaZ und Schulentwicklung in Geesthacht.

 

Mrz 21, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Ein Netzwerk für junge Familien

Ein Netzwerk für junge Familien

Ausschwärmtag

Von links nach rechts: Indrid Bredereck- Mallas- Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Kreistages Helma Koch-Dreßler- „Wellcome“ Plön Helene Hübner- Leiterin des Familienzentrums Anke Erdmann- kitapolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion

Eines der größten Infrastrukturprojekte der letzten zehn Jahre ist mit Sicherheit der Ausbau der Kleinkindbetreuung im ganzen Land. Mit dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr hat sich der Alltag vieler Familien verändert. Dazu tragen aber auch andere Faktoren bei. So ist es nicht mehr selbstverständlich, dass die erfahrenen Mütter und Tanten in der Nähe sind oder die Nachbarinnen ganz selbstverständlich die Kinder einhüten. Es heißt, früher brauchte es ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen – Familienzentren sind eine zeitgemäße Antwort.

In Plön ist das Familienzentrum in den hellen Räumen des alten E-Werks in Bahnhofsnähe untergebracht, gemeinsam mit vielen anderen Initiativen – von der Migrationssozialberatung, über einen Mittagstisch, über vielfältige Kurse bis hin zur Erziehungsberatung und den frühen Hilfen, findet sich alles unter einem Dach. Gemeinsam mit Ingrid Bredereck-Mallas, Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Kreistages, informierte ich mich vor Ort. „Wir sind ein Knotenpunkt und stellen die Familien in den Mittelpunkt“, beschreibt Helena Hübner, Leiterin des Familienzentrums. Dabei stehen vor allem ganz junge Familien im Vordergrund. So begleiten ehrenamtliche Frauen in der Initiative „Wellcome“ junge Familien mit Neugeborenen auf Wunsch bis zu einem Jahr und geben praktische Unterstützung. Eine dieser Ehrenamtlichen ist Helma Koch-Dressler, die seit gut zehn Jahren für „Wellcome“ unterwegs ist. „Ich bin für die Kinder da. Man gibt viel. Und man bekommt unglaublich viel zurück“, beschreibt sie die Erfahrung ihres langjährigen Engagements.

Im Kreis Plön gibt es insgesamt vier Familienzentren. Sie werden seit 2015 mit jeweils 25.000 Euro pro Jahr von der Landesregierung gefördert, wie landesweit hundert Familienzentren. Die Konzepte sind ganz unterschiedlich: Die meisten Familienzentren entstehen unter dem Dach von Kindertagesstätten. Aber es gibt eben auch Modelle wie hier im Kreis Plön, die die bestehenden Angebote vernetzen. Hundert Familienzentren bedeuten auch hundert verschiedene Herangehensweisen Familien vor Ort zu unterstützen. Hier in Plön konnten wir ein überzeugendes Modell sehen – hier laufen viele Fäden zusammen Ende fest.  Wir sind uns einig: Familien brauchen solche Netzwerke, Plön ist gut aufgestellt.

Mrz 18, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Familienzentrum am Schützenpark

Familienzentrum am Schützenpark

Das Land fördert im zweiten Jahr Familienzentren – in Kiel sind so elf neue Einrichtungen dazugekommen. Ich wollte sehen, was die Hilfe konkret bewirkt: Darum bin ich in die Kita am Schützenpark gegangen, die im letzten Jahr zum Familienzentrum wurde. Familienzentrum, was ist das eigentlich? Früher standen bei der Erziehung NachbarInnen den FamilKita am Schützenparkien zur Seite. Heute stehen junge Familien oft alleine da. Die gefragten – aber auch die ungefragten – Ratschläge an der Wäscheleine gibt es nicht mehr. Wo bekommen diese Familien Rat und niederschwellige Unterstützung, wenn Sie diesen brauchen? In Familienzentren. Das Konzept ist offen, es gibt keine festen Gruppen, aber dafür Fußballfieber, ein Atelier, eine Forscherwerkstatt etc. Und Essen können die Kinder jederzeit – das „Restaurant ist bis 15:30 geöffnet“ – und eine Riesenglasscheibe gibt Einblicke in die Küche: Hier wird noch selber gekocht! Die Einrichtung am Schützenpark in Kiel hat zudem durch Renovierung und Krippenneubau in der Gellertstraße richtig Schwung bekommen. Große helle Räume – mit wenigen Mitteln ist hier viel gelungen. Ein tolles Konzept, ein überzeugendes Team und das alles in schönen neuen Räumen.

Mrz 17, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Theodor-Storm- und Leif-Eriksson-Gemeinschaftsschule in Kiel

Theodor-Storm- und Leif-Eriksson-Gemeinschaftsschule in Kiel

TSGar nicht schwarz-weiß, sondern sehr bunt ist der Vormittag an den beiden Kieler Gemeinschaftsschulen. Der Schwerpunkt sind die DaZ-Basiskurse, also die Einstiegsklassen für Geflüchtete. Gemeinsam mit den Schulleitungen Herrn Haacke, Herrn Lange und Herrn Ruser geht es in einem Power-Rundgang durch beide Schulen, die ich beide zuvor schon besucht hatte.  

Dankenswerter Weise war auch Herr Dube aus dem Ministerium mit an Bord, so dass wir bei strukturellen Fragen hoffentlich bald Verbesserungen erzielen können.

Mit wie viel Lernbereitschaft Jugendliche bei der Sache sind, mit wie viel Engagement sich Lehrkräfte in diese Aufgabe stürzen, ist immer wieder gut zu sehen. Und als wir die Theodor-Storm-Schule betreten, schallt der Song „Happy“ durch den Eingangsbereich: Eine Gruppe bringt gerade Projektergebnisse zur Aufführung.  Mit an Bord auch viele „ehemalige DaZ-Schülerinnen und Schüler.“ Ich jedenfalls gehe mit acht plus zwei Vorschlägen, die allen die tägliche Arbeit erleichtern würden, setze mich an den Schreibtisch und  setze ein Schreiben mit den Erkenntnissen des morgens auf.

 

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