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Mrz 16, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Ich gehe das „kleine G“

Ich gehe das „kleine G“

Keine zehn Minuten auf dem Rad und ich erreiche die Christliche Schule Kiel, einer Grund- und Gemeinschaftsschule in typischem großen Backsteinbau für einen Schulbesuch. Der kurze Anfahrtsweg ist gut, denn ich soll schon um 7:45 ankommen, um bei dem gemeinsamen Morgenkreis der fünften und sechsten Klassen dabei zu sein. Durch eine große und alte Flügeltür aus hellem unbehandeltem Holz geht es in die Aula – man hat mehr das Gefühl von „Konferfreizeit“ als von Schule: Alle sitzen relaxed auf dem Boden in einem großen Kreis. Gitarrenbegleitung und ein kleines Wunschkonzert. Während des Gebetteils wünschen sich fast alle Wärme und Sonne – und ich hänge meinen eigenen  Gedanken und Wünschen nach: an einen syrischen Bekannten nach, der verzweifelt ist, weil seine Frau schon viel zu lange im Libanon im Camp sitzt.

Herr Matthiesen, Vorsitzender der Schul- und Geschäftsleitung nimmt mich mit in eine fünfte Klasse: Einführungsstunde in den Werkstattunterricht 1 – diesmal ein Geschichtsprojekt zum Thema Rom. Eine ruhige, aufgeräumte und aufmerksame Klasse, die sich Forscherfragen überlegt: Wie war der Alltag? Wie war die Kampfstrategie der RömeChristliche Schuler? …  „und dürfen wir am Ende Asterix und Obelix sehen, aber den mit den echten Menschen?“

Danach komme ich in eine erste Klasse: Heute gibt es als Wochenbuchstaben das „G“  und das wird mit allen Sinnen erschlossen: mit Lautsprache und beim „G-Heraushören“, es wird in die Luft geschrieben und ausgestanzt, an die Tafel geschrieben, auf die Rücken der anderen Kinder gemalt – und die müssen erkennen, ob es klein oder groß ist -, in den Sand geschrieben, aus Glassteinen gelegt… und als Seil auf dem Boden ausgelegt und die Kinder können es ablaufen. „Ich geh`mal das kleine G“, sagt eine Erstklässlerin und balanciert drauflos. Alle sind in der Klasse bei der Sache.

Im Anschluss komme ich ins Gespräch mit Herrn Matthiesen, Frau Wendt, der Gemeinschaftsschulleiterin und Herrn Gessner, der die Grundschule leitet. Wir sprechen über Religion im Schulalltag, über Umgang mit anderen Religionen, über Zweifel – aber natürlich auch über Inklusion und Kinder von Geflüchteten, die auch auf die Christliche Schule gehen. Thema ist natürlich auch Förderung von Schulen in freier Trägerschaft, denn dort hat diese Landesregierung seit 2012 für bessere Rahmenbedingungen gesorgt: Mehr Transparenz, eine Kopplung an die steigenden Ausgaben an den öffentlichen Schulen und insgesamt mehr Geld. Haushalten müssen die Schulen immer noch.

Als ich nach knapp drei Stunden mein Fahrrad aufschließe komme ich aus einer Schule, bei der mir nichts herausgeputzt oder aufgesetzt vorkommt. Zugewandt und echt steht sie da –hier wird einfach mit viel Herzblut Schule gemacht.

 

 

 

 

Feb 24, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Applaus, Applaus!

Applaus, Applaus!

Das erste was in der Dannewerkschule – einer Gemeinschaftsschule in Schleswig – ins Auge fällt, das sind die roten Buchstaben „HEUTE: TAG DER FREUNDLICHKEIT!“. Vom ersten Moment aus spürt man die offene und freundliche Atmosphäre an dieser Schule. DannewerkschuleDer klare und helle Charakter der Schule findet sich in jeder Ecke. Frau Schönberg, die Schulleiterin, gibt Herrn Dube, dem obersten Schulaufsichtsbeamten, Dr. Babette Tewes von den Schleswiger Grünen, Jan-Hendrik von Zelewski und mir einen beeindruckenden Überblick – und das alles in angenehmen, gelassenen und lockeren Ton. Was diese Schule – fast beiläufig scheint es – auf die Beine stellt, ist beeindruckend. Hier kümmert man sich um Berufsvorbereitung, um eine frühe Einbindung der Schülerinnen und Schüler in die bestimmte Aufgaben. Dabei zu sein, das ist hier keine Last, darum muss man sich oft bewerben. Das Konzept geht offensichtlich auf – hier ist sogar das Komplimente machen cool, denn mit sympathischen „Komplimentmonstern“ ist eine Kultur der Wertschätzung eingezogen. Auch die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten lassen sich sehen, dabei sind die Voraussetzungen der Schule nicht besonders rosig.

Warum waren wir aber von Kiel nach Schleswig gefahren: Wegen des DaZ-Zentrums: Fast 70 Kinder werden in der Basisstufe der Dannewerkschule unterrichtet. Sie tummeln sich in zwei Räumen, aber man findet nur geschäftiges und konzentriertes Lernen. Schon vor einigen Jahren haben sich die Dannewerker auf Individualisierung eingestellt. So gibt es eigentlich nur vier Hauptwerke zum Deutschlernen, für alle aber gibt es Arbeitsanweisungen, die man auch versteht, wenn man noch nicht (deutsch) lesen kann. Das Spektrum der Jugendlichen könnte vielfältiger nicht sein. Und dennoch herrschen hier Klarheit und Struktur, Gelassenheit und Freude. Wohin man schaut, viele machen unterschiedliche Dinge: Da hören Mädchen sich per Kopfhörer einen kleinen Lernfilm an, da wird per Kartenspiel der-die-das in einer kleinen Gruppe gepaukt, dort wird geschrieben und korrigiert und an anderer Stelle ist eine kleine Gruppe über ein Tablet gebeugt. Die Zauberworte heißt Flexibilität und Team! Schon angetan von dieser Lernsituation fragt der Lehrer: „Wer will noch singen?“ Ungefähr die Hälfte der Kids versammeln sich um das Smartboard, die anderen arbeiten weiter.

Da stehen und sitzen Jungen und Mädchen von zehn bis fünfzehn, viele erst seit kurzer Zeit in Deutschland, viele von ihnen mit schlimmen Erlebnissen und vielen Sorgen im Nacken und singenv on Sportfreunde Stiller „Applaus, Applaus, für Deine Worte, mein Herz geht auf, wenn Du lachst!“ So bewegt und voller guten Mutes verlasse ich selten eine Schule. „Applaus, Applaus!!“

Feb 22, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Woher kommst Du?

Woher kommst Du?

An diesem Montag Morgen hat mich Julia Jacobs in die Katholische Kirchengemeinde St. Joseph eingeladen. Hier finden seit 2014 ehrenamtlich veranstaltete Deutsch-Kurse für all diejenigen statt, die sonst durch das Raster fallen: Weil noch kein Anspruch besteht, weil man nicht aus einem sicheren Herkunftsstaat kommt oder manchmal auch einfach zu Vertiefung. Ehemalige Lehrkräfte bieten Deutsch, aber auch Alphabetisierungskurse an und diese werden gut angenommen.

Als ich den Raum betrete, sitzen an einem langen Tisch viele Männer, an dem anderen einige Frauen. Ich nehme am Frauentisch Platz und schnell sind wir im Gespräch. Eine Syrerin ist seit eineinhalb Jahren in Deutschland und spricht schon sehr gut Deutsch: „Ich wohne in Gaarden, meine Kinder gehen alle drei hier zu Schule.“ Eine andere Frau fragt mich nach deutscher Grammatik aus, sie ist Syrerin und seit acht Wochen in Deutschland. Sie war Englischlehrerin in Damaskus und die Sprache scheint Ihr zuzufliegen. Die Damen aus Armenierinnen und dem Jemen sind noch dabei, die Arbeitsblätter zu wiederholen als die Stunde beginnt: Woher kommst Du? Wie alt bist Du? Seit wann bist du in Deutschland? An diesem Montag stehen Fragen und Antworten auf dem Plan, die Atmosphäre ist locker und freundlich – hier wollen alle lernen! Weniger locker, aber voller Konzentration ist die Arbeit im nächsten Kurs: Es geht um Alphabetisierung. Zum einen für diejenigen, die bislang z.B. die arabische  Schrift beherrschen, nicht aber die lateinische. Aber einige Teilnehmerinnen haben auch noch nie zuvor schreiben gelernt. Der Frauenanteil ist deutlich höher.  Und in den letzten Reihen spielen leise einige Kinder vor sich hin, während Ihre Mütter sich unter kundiger Anleitung ans Schreiben wagen. Im anschließenden Gespräch mit einem Teil der Ehrenamtlichen, die in verschiedenen katholischen Kirchen Kiels zu Hause sind, wird deutlich, wie intensiv die Begleitung ist und wie gern man noch auf weitere Mitstreiter hofft. Interesse? Ich vermittle gerne weiter!

Jan 25, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Ende der Kreidezeit

Ende der Kreidezeit

Die Hermann-Löns-Schule in Ellerbek bei Hamburg ist Modellschule für Digitales Lernen. Alle meine Schulbesuche zu diesem Thema waren bislang in der Sekundarstufe gewesen. Die Hermann-Löns-Schule ist aber eine Grundschule. Wie die Laptops in den Klassenstufen und durch alle Fächer eingesetzt wurden, das wurde mir in der Mathestunde der 1b, der Deutschstunde in der zweiten Klassenstufe und der dritten Klasse beim Computerführerschein gezeigt. Es  war überzeugend zu sehen, wie Laptop und Knete, Activeboard und klassischer Rechenschieber klug nebeneinander eingesetzt werden. So kommt die Feinmotorik, die Bewegung und all das „echte Tun“ nicht zu kurz, und Hermann-Löns-Schule in Ellerbekgleichzeitig bieten die Einheiten neue Möglichkeiten in Sachen Differenzierung. Worin liegt dieser Schwung und Erfolg? Die Schulleiterin Frau Nielsen zieht mit dem ganzen Kollegium an einem Strang – ohne Gegenstimme haben sich alle Lehrkräfte für die Bewerbung zur Modellschule bereit erklärt  – dabei fordert dies natürlich zunächst einmal viel Mehrarbeit. Und auch Günther Hildebrand, der Bürgermeister und mein ehemaliger Landtagskollege von der FDP, gibt mit dem Schulträger Ellerbek in Sachen Schulausstattung Gas, auch in Sachen Digitales. Das Netzwerk, dass die Ministerin Mitte letzten Jahres gegründet hat, die Unterstützung des IQSH und das Preisgeld von Landesseite – das alles hat einen ordentlichen Schub gegeben.

Jan 13, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Feedbackkultur am Helene-Lange-Gymnasium in Rendsburg

Feedbackkultur am Helene-Lange-Gymnasium in Rendsburg

Was passiert, wenn Schulen systematisch um Feedback von Schülerinnen und Schülern zum Unterricht bitten? Welche Rolle kann das Feedback bei der Qualitätsentwicklung spielen? Jana Jöhnk von der Landesvertretung der Gymnasien hatte uns auf ihre Schule aufmerksam gemacht: Am Helene-Lange-Gymnasium in Rendsburg wird seit 2013 von allen Lehrkräften pro Halbjahr in 1. Feedbackkultur am Helene-Lange-Gymnasium in Rendsburgmindestens zwei Lerngruppen ein Feedback von den Schülerinnenund Schülern an die Lehrkraft gegeben. Ein Abiturient hatte diesen Anstoß auf seiner letzten Schulkonferenz gesetzt, erntete zunächst Skepsis, bis sich aber einige Lehrerinnen und Lehrer zu einer Arbeitsgruppe zusammengesetzt haben. Gemeinsam wurde ein Fragebogen entwickelt, der nun von allen Kolleginnen und Kollegen an der Schule eingesetzt wird. Mit dem Schulleiter, Herrn Kayma, und seinem Team hatten Nadin Rose, Jan-Hendrik von Zelewski und ich einen interessanten Austausch.

Nov 16, 2015 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für „Was können wir tun?“

„Was können wir tun?“

Diese Frage stand am EndGymnasium Elmschenhagene einer Diskussion mit Oberstufenschülerinnen und -schülern, die zwei Stunden hauptsächlich die Flüchtlingspolitik in den Blick nahmen. Gemeinsam mit meinen KollegInnen aus dem Landtag Bernd Heinemann (SPD), Anita Klahn (FDP) und Katja Ratje-Hoffmann (CDU) saß ich auf dem Podium. Die Moderation war geschult durch „Jugend debattiert“-Wettbewerbe und hatte die knappe Zeit gut durchstrukturiert. Es ging um Wissensfragen zu Zahl der Flüchtlinge, Arbeitsmarktintegration, Schulangebote, es ging um Kosten und das Auseinanderdriften von Meinungen – und am Ende stand die Frage, was denn die SchülerInnen ganz konkret beitragen können. Von Kiel-hilft-Flüchtlingen bis hin zu Sprachkursen oder gemeinsamen Sportangeboten mit der Gemeinschaftsunterkunft in Elmschenhagen… da hätte ich auch noch eine Ecke länger erzählen können.
Auf dem Weg zur Aula gab es diese moderne Cafeteria zu sehen. In Elmschenhagen ist der Sanierungsstau lange besonders spürbar. Umso mehr habe ich mich über die Handwerker gefreut, die überall gearbeitet haben – insbesondere in den Fachräumen. Es geht eben doch voran.

Okt 11, 2015 - Im Land unterwegs    Kommentare deaktiviert für Besuch mit dem Bildungsausschuss am Hochschulstandort Lübeck

Besuch mit dem Bildungsausschuss am Hochschulstandort Lübeck

Ein ganzer Tag war fast zu kurz für all unsere Besuchsstationen in Lübeck. Wir waren zu Gast an der FH Lübeck (das Foto zeigt uns im Klanglabor der FH) und der Stiftungsuniversität, im Fraunhofer-Institut und in der Musikhochschule und durften zum Abschluss einen Rundgang durch das neue Hansemuseum machen. Das war so anregend, dass ich kurz danach noch einmal einen Familienausflug in diesen inspirierenden Bau und die spannende Ausstellung gemacht habe.
Bildungsausschuss in Lübeck

Okt 9, 2015 - Im Land unterwegs    Kommentare deaktiviert für DaZ und Flex-Klasse in Schönberg

DaZ und Flex-Klasse in Schönberg

„Wer hat den Keks aus der Dose geklaut? Anke hat den Keks…“
Am 9.10.2015 war ich sowohl in der Grundschule als auch der Gemeinschaftsschule Schönberg zu Gast. In der Grundschule lag der Schwerpunkt des Gesprächs darauf, wie der Übergang von der Kita in die Schulzeit gelingen kann. Im Anschluss hatten Anett Schwab von den Plöner Grünen und ich Gelegenheit in einer Deutsch-Lern-Klasse dabei zu sein (DaZ). Hier kommen Kinder oft in einem rasanten Tempo sprachlich an. Mit Sprachspielen und Wortschatzarbeit ging es in der Alters- und Nationalitäten-gemischten Gruppe munter zu. Begleitet wurden wir an diesem Vormittag vom Schulrat Herrn Beeck, den Leitungen der Grundschule, Herrn Schettler, und des Förderzentrums, Herrn Gummert, und einer Vielzahl engagierter Kolleginnen.
Im Anschluss ging es zu der Gemeinschaftsschule in Schönberg. Sie hat neuerdings eine Oberstufe. Neben diesem Thema standen auch die Flex-Klassen auf dem Programm. Hier kann der Erste Schulabschluss mit etwas mehr Zeit angegangen werden. Der Konrektor, Herr Rath, wies auf die besondere Rolle hin, die der Klassenlehrer dieser Klasse spielt. Seinem besonderen Engagement sei es zu verdanken, dass viele dieser Jugendliche eine Perspektive bekommen würden.

DaZ-Unterricht

Sep 25, 2015 - Im Land unterwegs    Kommentare deaktiviert für Grundschule Mastbrook Rendsburg

Grundschule Mastbrook Rendsburg

Eine Schule auf dem Weg, das ist die Schule in Mastbrook. Auf dem Gelände stehen große Bauprojekte an, die pädagogische Verstärkung in den letzten Jahren im Bereich der Schulsozialarbeit und –assistenz, hat den Schulalltag verändert und verstärkt, die Arbeit an pädagogischen Konzepten steht für das Kollegium im Zentrum. Ja, das Kollegium – es besteht aus vielen Lehrkräften, die seit vielen Jahren an „ihrer“ Schule arbeiten und eine angenehme Gelassenheit in diesem Hummelnest ausströmen: Die Schule im Rendsburger Norden zählt Jungen und Mädchen zu ihrer Schülerschaft, deren Eltern aus vielen Nationen kommen. Auch viele Kinder mit Förderbedarf besuchen diese Schule. Und dass Flöhe hüten manchmal leichter ist, als diese quirlige Truppe zu unterrichten, wird bei einem kleinen spontanen Unterrichtsbesuch deutlich. Ein kleines Wunder ist es, dass dann nach kurzer Zeit doch alle konzentriert an ihren Aufgaben arbeiten.
Besonders das Brückenkonzept zwischen den verschiedenen Klassenstufen und dessen bauliche Umsetzung haben sich in der Praxis an der Grundschule in Mastbrook bewährt. Vor lauter gucken habe ich vergessen ein Foto zu machen…

Sep 24, 2015 - Im Land unterwegs    Kommentare deaktiviert für Berufliche Schulen als Integrationsverstärker

Berufliche Schulen als Integrationsverstärker

Gemeinsam mit Stefan Schmidt, dem Flüchtlingsbeauftragten, leite ich seit mehr als zwei Jahren eine Arbeitsgruppe, um die Situation von Jugendlichen mit Migrations- oder Fluchthintergrund an Beruflichen Schulen zu verbessern. Hier kommen die verschiedensten Themen auf den Tisch: Aus Schul-, aus Innen-, aus Ausbildungs- und aus Sozialpolitik. In den vergangen Jahren hat die Landesregierung darum deutlich nach gesteuert und z.B. erstmals Stellen und Mitteln für „Deutsch als Zweitsprache“ an den Beruflichen Schulen bereit gestellt.

Emil-Possehl-SchuleDie Hansestadt Lübeck war von Anfang an ein Motor dieses Prozesses. Darum war es auch folgerichtig, dass Stefan Schmidt und ich gemeinsam die Gewerbeschule für Nahrung und Gastronomie sowie der EmilPossehlSchule besucht haben. Dort wird inzwischen in mehreren Klassen verstärkt auf Jugendliche eingegangen, die die deutsche Sprache lernen müssen.

Gemeinsam mit den Schulleitungen, der Schulsenatorin Lübecks Frau Weiher und deren Teams kamen wir in einen intensiven Austausch. Hier liegt ein Schlüssel dazu, ob wir diesen jungen motivierten Leuten eine Brücke in die Gesellschaft bauen oder nicht.

Wir greifbar das Thema ist, war auch auf der Hinfahrt mit dem Zug deutlich: Mir zehn junge Erwachsenen aus Syrien auf dem Weg zu einer Schwedenfähre saß ich zusammen. Das Thema Ausbildungschancen und berufliche Perspektive standen bei Ihnen nach der Flucht aus einem desolaten Land ganz oben auf.

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