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Jan 13, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Feedbackkultur am Helene-Lange-Gymnasium in Rendsburg

Feedbackkultur am Helene-Lange-Gymnasium in Rendsburg

Was passiert, wenn Schulen systematisch um Feedback von Schülerinnen und Schülern zum Unterricht bitten? Welche Rolle kann das Feedback bei der Qualitätsentwicklung spielen? Jana Jöhnk von der Landesvertretung der Gymnasien hatte uns auf ihre Schule aufmerksam gemacht: Am Helene-Lange-Gymnasium in Rendsburg wird seit 2013 von allen Lehrkräften pro Halbjahr in 1. Feedbackkultur am Helene-Lange-Gymnasium in Rendsburgmindestens zwei Lerngruppen ein Feedback von den Schülerinnenund Schülern an die Lehrkraft gegeben. Ein Abiturient hatte diesen Anstoß auf seiner letzten Schulkonferenz gesetzt, erntete zunächst Skepsis, bis sich aber einige Lehrerinnen und Lehrer zu einer Arbeitsgruppe zusammengesetzt haben. Gemeinsam wurde ein Fragebogen entwickelt, der nun von allen Kolleginnen und Kollegen an der Schule eingesetzt wird. Mit dem Schulleiter, Herrn Kayma, und seinem Team hatten Nadin Rose, Jan-Hendrik von Zelewski und ich einen interessanten Austausch.

Nov 16, 2015 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für „Was können wir tun?“

„Was können wir tun?“

Diese Frage stand am EndGymnasium Elmschenhagene einer Diskussion mit Oberstufenschülerinnen und -schülern, die zwei Stunden hauptsächlich die Flüchtlingspolitik in den Blick nahmen. Gemeinsam mit meinen KollegInnen aus dem Landtag Bernd Heinemann (SPD), Anita Klahn (FDP) und Katja Ratje-Hoffmann (CDU) saß ich auf dem Podium. Die Moderation war geschult durch „Jugend debattiert“-Wettbewerbe und hatte die knappe Zeit gut durchstrukturiert. Es ging um Wissensfragen zu Zahl der Flüchtlinge, Arbeitsmarktintegration, Schulangebote, es ging um Kosten und das Auseinanderdriften von Meinungen – und am Ende stand die Frage, was denn die SchülerInnen ganz konkret beitragen können. Von Kiel-hilft-Flüchtlingen bis hin zu Sprachkursen oder gemeinsamen Sportangeboten mit der Gemeinschaftsunterkunft in Elmschenhagen… da hätte ich auch noch eine Ecke länger erzählen können.
Auf dem Weg zur Aula gab es diese moderne Cafeteria zu sehen. In Elmschenhagen ist der Sanierungsstau lange besonders spürbar. Umso mehr habe ich mich über die Handwerker gefreut, die überall gearbeitet haben – insbesondere in den Fachräumen. Es geht eben doch voran.

Nov 11, 2015 - In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Gegenbesuch: Schulen im Landtag

Gegenbesuch: Schulen im Landtag

Viele KlDie SchülerInnen im Plenarsaalassen besuchen den Landtag. Am 11. November war eine Klasse aus dem Regionalen Bildungszentrum 1 in Kiel bei mir zu Gast: Eine Stunde intensive Diskussion über Flucht und Bildung … und dann ein Abstecher in den Plenarsaal. Mit einer Debatte über Wahlalter 16.

So beschreiben es die Jugendlichen selber in einem Artikel für ihre Schulhomepage:

 

Besichtigung des Landtags

Am 11.11. besichtigten wir, die 11d ( BGEW15c), zusammen mit Frau Reimer den Landtag. Es regnete in Strömen und die Stimmung war dementsprechend nicht wirklich gut. Dies änderte sich schnell, als Frau Erdmann uns gut gelaunt und herzlich willkommen hieß. Frau Anke Erdmann ist Vorsitzende des Bildungsausschusses und als Abgeordnete der Grünen Landtag tätig. In einem ausführlichen Gespräch erfuhren wir von ihr nicht nur viel über die derzeitige politische Situation, sondern durften auch eigene Fragen stellen. Sogar die Frage, zur Höhe des Gehaltes (nahezu 8.000€ brutto) wurde uns beantwortet. Das Büro von Frau Erdmann durften wir uns ebenso ansehen wie weitere Büros der Abgeordneten. Sie waren nicht mit hochwertigen Büromöbeln, stattdessen aber mit Sofas und bunten Teppichen ausgestattet. Als nächstes ging es für uns in den Plenarsaal. Der Weg dorthin führte uns an der Kantine vorbei, die sich die meisten sicherlich gerne genauer angesehen hätten. Im Plenarsaal angekommen, durften wir uns auf die Plätze der Abgeordneten setzen und erhielten noch einige Informationen dazu, welcher Abgeordnete wo sitzt und wie viele Abgeordnete es pro Partei gibt. Am Ende bekamen wir noch die Möglichkeit, eine kleine Debatte zum Thema „Wahlrecht mit 16“ zu führen. Letzten Endes war der Tag eine wirklich gute Gelegenheit Politik auch einmal „live“ zu verstehen.

 Gruppenfoto im Plenarsaal

Anders Wirtschaften in Kiel

Am 3. Juli fand wieder ein „Ausschwärmtag“ der Grünen Landtagsfraktion statt, dieses Mal unter dem Motto „Anders Wirtschaften“. Wir alle wollten Unternehmen oder Initiativen zu besuchen, die in ihrem wirtschaftlichen Handeln die Profitorientierung nicht an aller erster Stelle stehen haben. Wie meine LandtagskollegInnen habe ich mir deshalb spannende Projekte in meinem Wahlkreis angeschaut.

Zunächst besuch2015-06-14 11.57.43te ich gemeinsam mit Lydia Rudow, der Vorsitzenden der Grünen Ratsfraktion in Kiel, die Projekte von „yooweedoo“ in dem ehemaligen Gebäude der Muthesius Kunsthochschule am Lorentzendamm in Kiel – von den Akteuren liebevoll „Alte Mu“ genannt. Professor Corves und Felix Wenning von der School of Sustainability der CAU zeigten mir das Gebäude und berichteten von den Projekten. Yooweedoo ist ein Ideenwettberwerb und ermöglicht es Studierenden zu lernen, wie sie die Welt mit eigenen Projekten verändern können. Die TeilnehmerInnen am Ideenwettberweb lernen im begleitenden Changemaker-Kurs sowohl Konzepte von Social Entrepreneurship als auch praktische Fähigkeiten zur professionellen Planung eines eigenen Projekts kennen. Über den Ideenwettbewerb werden Projekte von Kieler Studierenden gefördert, aber auch gute Ideen aus ganz Deutschland.

Während unseres Besuchs fand gerade das yooweedoo Sommercamp statt, alle geförderten Projekte waren nach Kiel angereist und tauschten sich beim Fühstück mit Erdbeeren, Brötchen und Kaffee über ihre Erfahrungen aus. Professor Corves berichtete unterdessen von dem Bedarf nach günstigen Räumen in Kiel und was die Initiativen in der Alten Mu in den letzten zwei Jahren alles auf die Beine gestellt haben. Von der Werkstatt über den Yogaraum, dem Mittagstisch, der Bürker-Werk-Stadt, dem Kunstatelier für Kinder bis zu neu angelegten Gärten und einem tollen Vertikalbeet aus Paletten – hier iGraffiti an der Alten Must in der Mitte von Kiel ein kreatives, alterantives Zentrum entstanden. Doch die Zukunft ist ungewiss, denn hier sollen bald kostengünstige Wohnungen entstehen – die Kiel auch dringend braucht. Wir überlegen, ob man in einer Mischnutzung vielleicht beides vereinen kann und die Grüne Ratsfraktion wird an dem Thema dran bleiben.

Danach radel wir zum Wissenschaftszentrum auf dem Uni-Campus. Die Geschäftsführerin Dr. Inge Schröder stellt uns das Projekt „Opencampus“ vor. Mit 19 festen Partnern aus der Region und nochmal so vielen Unternehmen werden hier Studierende an das Berufsleben herangeführt. Das Projekt besteht aus drei Säulen: Gesellschaft, Unternehmenskontakte und Entrepreneurship. Ich habe mir bei meinem Besuch vor allem den letzten Bereich angeschaut. Im Gebäude hinter dem Wissenschaftszentrum finden junge Start-Ups Platz, können im Coworkings Space arbeiten und sich gegenseitig Tipps geben und erhalten vom Team um Inge Schröder und Alexander Ohrt wichtige Unterstützung. Die Ideen sind durchweg innovativ – und teilweise bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. So entwickelt das Start-Up Edge eine ganz neue Darstellungstechnik für Beamer. Grafikelemente können mittels einer App einfach im Beamer-Bild positioniert und verändert werden. Am Schreibtisch nebenan wird ein Handyspiel für und über Tansania entwickelt, es soll spielerisch Infos über Land und Kultur vermitteln. Flowy Apps wiederum will eine Alternative zur webbasierten Cloud anbieten, die mehr Datensicherheit verspricht. Und bei Lokalportal geht es um eine Online-Plattform zur Vernetzung von Nachbarschaften – das könnte auch von Stadt und Land für moderne BürgerInnenbeteiligung genutzt werden. Wir wünschen den jungen GründerInnen weiterhin viel Erfolg! Im September läuft allerdings die zweijährige Förderung vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft aus, eine Anschlussfinanzierung ist noch nicht gesichert – auch das nehmen Lydia Rudow und ich mit ins Rathaus und ins Landeshaus.

Inklusive Bildung an der Hochschule

„Quell unendlicher Freude“

Laura Schwörer und Horst-Alexander Finke sind Dozierende an den Kieler Universität. Donnerstags bieten die beiden ein Seminar für Lehramtsstudierende an – so weit so „normal“, hätten beide nicht ein Handicap. Werkstattarbeit und Eingliederungshilfe spielten eine Rolle, nun aber sind beide an der Uni. Mit ihrer ausgesprochen höflichen und eloquenten Art leiten sie die Studierenden und mich als Gast durch den Vormittag. Wären beide nicht in dem Projekt, würde ich nie im Leben auf die Idee kommen, dass sie nicht zum normalen Lehrkörper gehören. Wüsste ich nicht, dass sich beide auf neuem Terrain befänden, würde ich meinen, hier stehen zwei routinierte, sehr zugewandte Menschen schon seit Jahren im Seminarraum.

Laura Schwörer und Horst-Alexander FinkeIm Seminar geht es um die Alltagsrealitäten von Menschen mit Handicap. Heute ist das Thema Wohnen dran. Nach einer Phase, in der die Teilnehmenden über ihre eigene Wohnsituation reflektieren, geht es danach anhand biographischer Angaben der Dozierenden um die Hürden, die Menschen mir Handicap auch im Alltag meistern müssen. Freie Wohnungswahl: Fehlanzeige.

Am Ende des Vormittags hab ich mal wieder viel gelernt. Und einen Eindruck, welche Talente wir verlieren, wenn wir nicht genau hinschauen. Das Ausmaß an Freundlichkeit, das Wissen von Herrn Finke, die Kreativität einer Synästhetikerin, die kürzlich einen Kunstpreis gewann – das alles wird von unserer Gesellschaft oft nicht abgerufen.

Die Studierenden lernen hier ebenfalls eine Menge, wie sie mir bestätigen. Aber es könnten durchaus noch mehr Teilnehmende sein. Derzeit gibt es keine ECTS-Punkte an der Kieler-Uni für das Seminar, das ist z.B. an der Kieler FH schon anders. Ein Dankeschön an die Stiftung Drachensee für dieses Projekt!
Und ich gehe mit dem Satz von Frau Schwörer im Ohr: „Dieses Seminar ist für mich ein Quell unendlicher Freude.“ Mehr erfahren: Hier geht es zur Homepage.

„Social Session“: Flüchtlingspolitik

Die Social Sessions von opencampus bieten Studierenden der Christian-Albrechts-Universität in Kiel die Möglichkeit, einen Blick auf Berufsfelder zu werfen, bei denen die Gesellschaft im Mittelpunkt steht. Schwerpunktthema im Sommersemester 2015 sind Flüchtlinge. Es werden Einrichtungen und Akteure besucht, die sich für Flüchtlinge, ihre Interessen und ihre Integration einsetzen. Die Studis waren bereits in der Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster, bei der ZBBS und auf dem MFG5-Gelände. Auch ein Treffen mit einem politischen Akteur war im Rahmen der Lehrveranstaltung geplant und gemeinsam mit Lydia Rudow, der Fraktionsvorsitzenden der Kieler Ratsfraktion, habe ich mich gerne den Fragen der Studierenden gestellt und von der Arbeit im Landtag berichtet. Wie kann es gelingen, Flüchtlinge möglichst „passend“ nach ihren Qualifikaitonen und Bedürfnissen auf die Kreise und Städte in Schleswig-Holstein zu verteilen? Werden die Kommunen finanzielle ausreichend unterstützt? Wie kann das Ehrenamt besser wertgeschätzt werden und wie wird es in den Kommunen organisiert? Und welchen Handlungsspielraum haben Stadt und Land eigentlich, wo doch viele Gesetze auf Bundes- oder EU-Ebene gemacht werden? Viele kluge Fragen und Anregungen, die die Studierenden mitgebracht haben. Noch nicht auf alle Fragen hat die Politik eine Antwort, aber im Land und auch in der Stadt Kiel wird mit einer positiven Haltung an ihrer Lösung gearbeitet. Für die Grüne Landtagsfraktion ist das Thema Flüchtlinge zur Zeit ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit.
"Social Session" im Landtag

Die Kinder von Gaarden

Viele kennen den Kiel-Tatort. Am 29.03 lief die Folge: „Borowski und die Kinder von Gaarden“. Da wurde kein Klischee ausgelassen, Sucht, Arbeitslosigkeit, Gewalt, Missbrauch und eine erdrückende Hoffnungslosigkeit…

Am nächsten Morgen war ich zu Besuch im Gymnasium in Gaarden, dem einzigen gebundenen Ganztags-Gymnasium auf dem Kieler Ostufer mit einem guten Ruf und freundlichen und wachen Schülerinnen und Schülern. Zum ersten mal in fünf Jahren Schulbesuche habe ich bei „den Kindern von Gaarden“ in einer Lateinstunde hospitiert. Das hätte jetzt nicht so in die Tatort-Story gepasst. Aber solche LehrerInnen wünscht man wirklich allen.
Im Ganztagsbereich besteht zudem eine Kooperation mit dem Förderzentrum Geistige Entwicklung, das nicht weit entfernt in Kiel-Ellerbek liegt. Schon wieder ein weiterer Punkt, wie die Kooperation von „Regelschulen“ und Förderzentrum in der Praxis gelingen kann. Mit Gelassenheit und viel Zugewandtheit arbeitet das Team um Schulleiter PapeMiddendorf daran, dass das HGG ein ruhiger, verlässlicher und dennoch sehr lebendigen Ort im Stadtteil ist, ein Sprungbrett ins Erwachsenenleben.

Lateinstunde

Starke Schule, wendiges Beiboot: FJS

Viel Aufregung gabt es in den letzten Monaten in Kiel um die Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule – gekürt zu den starken Schulen im Lande mit konstanten Anmeldezahlen und einem guten Ruf, aber in zu kleinen und zu unsanierten Räumlichkeiten einerseits. Andererseits um die Grund- und Gemeinschaftsschule in der Wik, die Timm-Kröger-Schule, mit sinkenden Anmeldezahlen in renovierten Räumen. Wie kann man beide Schulstandorte retten, wenn die Anmeldezahlen in der Wik doch eine Eigenständigkeit schon lange nicht mehr hergeben, die Bevölkerungsprognosen aber von steigenden SchülerInnenzahlen im Kieler Norden ausgehen?
So hat die starke Schule Friedrich-Junge nun ein wendiges Beiboot in der Wik bekommen. Die Timm-Kröger-Schule wird zum Sommer Außenstelle – da gibt es viele Fragen und Herausforderungen. Die erste ist gestemmt worden. Nachdem die CDU zunächst Unterschriften gesammelt hatte, die Wik bräuchte einen Schulstandort, bestritt man diese Notwendigkeit kurz darauf wieder. In dieser Konstellation mit Außenstelle in der Wik würde auch die Friedrich-Junge-Schule an den Rande des Abgrundes gebracht. so die Argumentation… Die Anmeldezahlen sprechen jetzt eine ganz andere Sprache. Vor allem aufgrund des Einsatzes von Eltern, Schulleitungen, aber auch der Stadt Kiel ist ordentlich getrommelt worden: Drei 5. Klassen in der Stammschule, zwei neue 5.-Klassen in der Wik. Viele Schritte müssen jetzt noch gelingen, aber die Grundlage ist geschaffen.

Bei unserem Besuch gab es eher einen großen Bahnhof in der Schule: Gemeinsam mit meinem Kieler SPD-Kollegen Bernd Heinemann und Lydia Rudow aus der Grünen Ratsfraktion wollten wir uns über den Sachstand und die Rahmenbedingungen informieren. Mit im Boot waren auch die Schulrätin Frau Weber und Herr Dube aus dem Ministerium, aber auch alle Schulleitungsmitglieder um Herrn Nemitz und Herr Schier vom Standort TKS, aber auch Vertretungen von SchülerInnen und Eltern – namentlich Ricci Giese, die sich in den vergangenen Monaten richtig ins Zeug gelegt hat, um aus der Herausforderung eine Erfolgsgeschichte zu machen.

„Ausschwärmtag“ Verkehr

Unter dem Motto „Ausschwärmtag Verkehr“ haben meine KollegInnen aus der Landtagsfraktion und ich uns im ganzen Land über Verkehrsprojekte informiert. Während andere auf Großbaustellen waren, habe ich mich in Kiel über zwei Projekte informiert, die gut zum Thema grüne Mobilität passen.

Wie kann man die Fahrradinfrastruktur auf dem Universitätscampus verbessern?

Wie kann man die Fahrradinfrastruktur auf dem Universitätscampus verbessern?

Morgens habe ich zunächst zusammen mit Lutz Oschmann und Lydia Rudow von der Kieler Ratsfraktion das Umweltmanagement der CAU besucht. Sebastian Starzynski erklärte uns, was hinter dem Mobilitätskonzept der Uni steckt, das gerade erarbeitet wird. Es ist Teil der Initiative „klik“ für eine klimaneutrale Universität. Ziel ist es, den Autoverkehr zur Uni und auf dem Campus zu reduzieren und stattdessen die Fahrradinfrastruktur auszubauen und den ÖPNV attraktiver zu gestalten. Die Veloroute 10, die momentan von der Stadt parallel zum Westring auf einer alten Gleistrasse hin zur Uni gebaut wird, ist ein wichtiger Baustein. Sie soll von der Uni auf dem Campusgelände fortgeführt werden. Die anonymisierte Wohnortanalyse von Studierenden und Beschäftigten bestätigt, dass die Veloroute zukünftig von vielen genutzt werden wird. Außerdem soll die Analyse helfen, die Buslinien passgenauer zu organisieren. So ergab eine Umfrage, dass mehr Studis im Winter ihr Fahrrad stehen lassen und den Bus nutzen. Das Ergebnis ist wenig überraschend, doch nun hat die Uni es schwarz auf weiß und kann mit diesen Zahlen mit der KVG in konkrete Verhandlungen treten. Und Lutz Oschmann nimmt diesen Hinweis mit in den KVG Aufsichtsrat. Ein weiterer Baustein ist der Aufbau eines Leihfahrradsystems. Das Projekt“CampusRad“ startet am 2. März mit zunächst 50 Fahrrädern – dann muss sich zeigen, ob das Angebot auch angenommen wird.In der Werkstatt von myBoo

Im Anschluss haben wir das StartUp „myBoo“ besucht, das diese Woche seinen ersten Laden in der Wik eröffent hat. Drei Kieler Studenten hatten die Idee, Fahrräder aus Bambus zu bauen. Nicht nur die Optik stimmt: Da für den Fahrradrahmen ein nachwachsender Rohstoff statt des sonst üblichen Aluminiums verwendet wird, leisten die Fahrräder auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Von Anfang an stand zudem auch ein sozialer Aspekt im Mittelpunkt: Die Verbundstücke für den Rahmen werden in einer Behindertenwerkstatt in Schleswig-Holstein produziert und dann nach Ghana transportiert, wo die Rahmen aus Bambus gefertigt werden. Den Studenten war es wichtig, dass auch in Ghana unter fairen Bedingungen gearbeitet wird und beispielsweise alle Mitarbeiter krankenversichert sind. In Zusammenarbeit mit dem „Yonso Projekt“ wird mit jedem verkauften Bambusfahrrad außerdem ein Schulstipendium in Ghana finanziert. Wir wünschen dem Team von myBoo viel Erfolg auf dem weiteren Weg!

Die Bambusfahrräder von myBoo

So sehen die Bambusfahrräder von myBoo aus.

Klaus-Groth-Schule Kiel

Viele Fusionen und Veränderungen haben die Klaus-Groth-Schule am Kieler Südfriedhof in den letzten Jahren geprägt. Real-, Regional-, Grund- und Gemeinschaftsschulklassen finden sich in dem alten roten Backsteinbau. Auch in der Schulleitung gab es einen Wechsel. So trafen Lydia Rudow aus der Grünen Ratsfraktion und ich uns mit dem neuen Schulleiter, Herrn Bornhalm und seiner Vertreterin, Frau Radach.

Ein besonderer Schwerpunkt der Schule liegt auf der Berufsorientierung. Besonders beeindruckend war der Besuch in einer „Flex-Klasse“. Flex-Klassen werden an vielen Schulen in Schleswig-Holstein angeboten, sind im Schulgesetz verankert und ermöglichen Schülerinnen und Schülern von Anfang an ein Jahr mehr für das Erreichen des Hauptschulabschlusses. In diesen Klassen gibt es oft einen besonderen Praxisanteil – das hat sich bewährt! In dieser Klasse kamen die Jungen und Mädchen gerade aus einem „Assessement“: Drei Tage lang konnten die Jugendlichen sich in unterschiedlichen Berufsfeldern ausprobieren. Das ganze fand unter Anleitung von Coaches statt und alle Jugendlichen kamen gestärkt und mit klareren Vorstellungen zurück in die Schule: „Das war viel besser als Schule.“ und „Ich habe mich viel schlechter eingeschätzt als ich bin.“ So klangen die Bewertungen der Schülerinnen und Schüler. Aber auch in einer Grundschulklasse konnten wir sehen, wie bunt die Mischung an dieser Schule ist. Das Thema Inklusion ist auch hier ein Thema.

 

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