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Dez 14, 2012 - In Kiel unterwegs    Kein Kommentar

Ellerbeker Schule mit zwei Standbeinen

Die UN-Menschenrechtskonvention gibt allen Menschen mit Handicaps das Recht, die Schule zu besuchen, die sie wählen – es muss keine besondere Schule sein. Wie man dieses Recht in Zeiten knapper Kassen in die Realität umsetzt – und zwar mit guter Bildungsqualität – das treibt zur Zeit viele Menschen um. (Mehr Inhalt? In meiner Rubrik Reden – Sept 2011.) Ich bin gerade viel in Förderzentren oder Schulen mit Integrationsmaßnahmen unterwegs. Die Ellerbeker Schule ist aber etwas besonderes:

Sie vereint unter einem Dach und einer Schulleitung, Frau Thies, eine zweizügige Grundschule und ein Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“. Wie breit gefächert die Bedürfnisse der Kinder sind, das wird an dieser Schule besonders sichtbar, die das ganze Spektrum von ganz kleinen Klassen bis hin zu inklusiven Unterricht unter einem Dach vereint – ein Brennglas für den gesamten Prozess!

Dez 14, 2012 - In Kiel unterwegs    Kein Kommentar

Schule im Stadtteil

Am 28.September ging es einmal mit der Schwentine-Linie vom Landtag quer über die Förde nach Kiel-Wellingdorf. Ein Vormittag an der Theodor-Storm Grund- und Gemeinschaftsschule, die im Stadtteil fest verankert ist. Der Schulleiter trägt – wie viele hier – ein Polo-Shirt mit Schullogo: Zwei lachende Gesichter! Kicker in der Mensa und eine freundliche Atmosphäre! Regeln und gegenseitige Vereinbarungen spielen in dieser Schule eine große Rolle.

So gehören „Verträge“ zwischen Lehrkräften, Eltern und Jugendlichen zum Standard – man einigt sich auf Spielregeln. Und der Schulleiter hat einen Blick darauf, was gebraucht wird und wie man Elternarbeit verbessern kann. Die Homepage ist z.B. zweisprachig. Themen: Wie kann das Lernen von Kinder mit und ohne Handicap gelingen. Und wie bekommt eine Schule, die Fachlehrkräfte die es braucht? Wie ist es, wenn man junge Menschen 2. Lehrerexamen einstellen muss? Wieder viel gelernt.

Dez 13, 2012 - In Kiel unterwegs    Kein Kommentar

Starke Schule in Mettenhof

Zwei der ersten Schulen in Kiel, die unbedingt Gemeinschaftsschule werden wollten, waren die Haupt- und Realschule im Bildungszentrum Mettenhof. Bei meinem Besuch im September konnte ich mich selber überzeugen, wie viel von den Konzepten täglich umgesetzt wird. So gibt es z.B. gibt ein starkes Jahrgangsprinzip, in dem ein festes LehrerInnenteam nur Unterricht in einem Jahrgang gibt. Sie haben ein eigenes Lehrerzimmer und arbeiten intensiv als Team zusammen. So werden Konzepte gemeinsam erarbeitet, Themenfelder aufgeteilt – aber auch der Bezug zum gesamten Jahrgang wird gestärkt. Beeindruckend war für mich eine Stunde in einer Integrationsklasse – wie macht man Unterricht, wenn fünf Kinder mit geistigem Handicap in der Klasse sind. Die konzentrierte Lernatmosphäre hat mich wirklich beeindruckt! Hier hat man wirklich verstanden, dass gemeinsames Lernen auch bedeutet, dass Erwachsene gemeinsam unterrichten müssen. Sonst geht es nicht. Für viele Lehrkräfte ist das ein ganz neues Rollenverständnis.

Die Schule ist bundesweit prämiert: Als Starke Schule, die zur Ausbildungsreife führen!

Grund- und Regionalschule in Flintbek

Welche Fragen ergeben sich bei der Umwandlung von einer Regional- in eine Gemeinschaftsschule? Wie wirkt sich der Fachlehrermangel auf die Schulen aus? Welche Konsequenzen hat das Nebeneinander von Gemeinschaftsschulen mit und ohne Oberstufe, welche Kooperationen mit anderen Oberstufen kann es geben? Diese und andere Themen wurden in einem informativen und intensiven Gespräch mit der Schulleitung besprochen.  So hatte ich nach dem Gespräch ein paar praktische Hinweise zum Übergang von Regional- zu Gemeinschaftsschulen im Gepäck, die ich ans Ministerium weitergereicht habe.

Bilinguale Kita in Melsdorf

Anfang 2012 war ich zu Besuch in der Kita Melsdorf und konnte sehen, wie Bilingualität (Zweisprachigkeit) in einer Kita aussehen kann: Die Erzieherin, eine native speakerin, redete mit „ihren“ Kinder auf Englisch, die Kinder antworteten auf Deutsch. Ich war beeindruckt zu sehen, was die Kinder alles verstanden. Neue Herausforderung war ein blindes Kind, das neu in die Gruppe gekommen war. Da bislang in der Kommunikation das Zeigen und die Gestik eine große Rolle spielten, musste die Pädagogin umdenken. Das sei doch eine tolle Herausforderung und die Unterstützung durch das Landesförderzentrum Sehen vorbildlich. Anything goes!

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