Mrz 21, 2016 - Im Land unterwegs, In Kiel unterwegs    Kommentare deaktiviert für Ein Netzwerk für junge Familien

Ein Netzwerk für junge Familien

Ausschwärmtag

Von links nach rechts: Indrid Bredereck- Mallas- Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Kreistages Helma Koch-Dreßler- „Wellcome“ Plön Helene Hübner- Leiterin des Familienzentrums Anke Erdmann- kitapolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion

Eines der größten Infrastrukturprojekte der letzten zehn Jahre ist mit Sicherheit der Ausbau der Kleinkindbetreuung im ganzen Land. Mit dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr hat sich der Alltag vieler Familien verändert. Dazu tragen aber auch andere Faktoren bei. So ist es nicht mehr selbstverständlich, dass die erfahrenen Mütter und Tanten in der Nähe sind oder die Nachbarinnen ganz selbstverständlich die Kinder einhüten. Es heißt, früher brauchte es ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen – Familienzentren sind eine zeitgemäße Antwort.

In Plön ist das Familienzentrum in den hellen Räumen des alten E-Werks in Bahnhofsnähe untergebracht, gemeinsam mit vielen anderen Initiativen – von der Migrationssozialberatung, über einen Mittagstisch, über vielfältige Kurse bis hin zur Erziehungsberatung und den frühen Hilfen, findet sich alles unter einem Dach. Gemeinsam mit Ingrid Bredereck-Mallas, Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Kreistages, informierte ich mich vor Ort. „Wir sind ein Knotenpunkt und stellen die Familien in den Mittelpunkt“, beschreibt Helena Hübner, Leiterin des Familienzentrums. Dabei stehen vor allem ganz junge Familien im Vordergrund. So begleiten ehrenamtliche Frauen in der Initiative „Wellcome“ junge Familien mit Neugeborenen auf Wunsch bis zu einem Jahr und geben praktische Unterstützung. Eine dieser Ehrenamtlichen ist Helma Koch-Dressler, die seit gut zehn Jahren für „Wellcome“ unterwegs ist. „Ich bin für die Kinder da. Man gibt viel. Und man bekommt unglaublich viel zurück“, beschreibt sie die Erfahrung ihres langjährigen Engagements.

Im Kreis Plön gibt es insgesamt vier Familienzentren. Sie werden seit 2015 mit jeweils 25.000 Euro pro Jahr von der Landesregierung gefördert, wie landesweit hundert Familienzentren. Die Konzepte sind ganz unterschiedlich: Die meisten Familienzentren entstehen unter dem Dach von Kindertagesstätten. Aber es gibt eben auch Modelle wie hier im Kreis Plön, die die bestehenden Angebote vernetzen. Hundert Familienzentren bedeuten auch hundert verschiedene Herangehensweisen Familien vor Ort zu unterstützen. Hier in Plön konnten wir ein überzeugendes Modell sehen – hier laufen viele Fäden zusammen Ende fest.  Wir sind uns einig: Familien brauchen solche Netzwerke, Plön ist gut aufgestellt.

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