DaZ an der Max-Tau-Schule

In Kiel-Mettenhof liegt die Max-Tau-Grund- und Gemeinschaftsschule, an der ich einen Vormittag lang viele, aber sicher nicht alle Themen mit dem stellvertretenden Schulleiter Herrn Lange und seiner Kollegin, Frau Lindford, besprechen konnte. Das Thema Berufsorientierung, das in Zusammenarbeit mit Coach und Arbeitsagentur Jugendliche ab Klasse 8 intensiv berät, spielte dabei eine besondere Rolle. Die Max-Tau-Schule ist aber auch FiSch-Schule – FiSch ist die Abkürzung für „Familie in Schule“ und ist ein Ansatz, in dem zeitweise mit Eltern und deren Kindern gemeinsam gearbeitet wird.

Max-TauDas Megathema an dem Vormittag war aber für mich die Schulangebote für Flüchtlinge. Die Max-Tau-Schule ist sogenanntes DaZ-Zentrum. Hier wird Kindern erstmal in einem Basiskurs die deutsche Sprache zugänglich gemacht. Dabei ist die Zusammensetzung der inzwischen sechs Gruppen sehr, sehr unterschiedlich. Die vielen Altersgruppen und sprachbegabte Kinder, die schnell lernen, sind genau so zu unterrichten, wie Kinder, die überhaupt nicht alphabetisiert sind. Die unsichere Situation der Kinder und Jugendliche, die Traumata, mit denen viele zu kämpfen haben, und die Schwierigkeiten, Integrationsmöglichkeiten zu finden – das alles stellt die engagierten Lehrkräfte vor riesige Aufgaben.

Klar, dass gerade dieser Bereich in den letzten Monaten wächst.

Neben diesen Themen konnte ich auch mit der Schülervertretung sprechen. Am meisten beschäftigt die Schülerinnen und Schüler der Unterrichtsausfall. Gerade in den Abschlussklassen mit Blick auf die Prüfungen steigt die Nervosität und Sorge, dass einfach zu viel Stoff unbearbeitet bleiben könnte. Inzwischen gibt es speziell für die ZehntklässlerInnen einen Kurs im Nachmittag, um gezielt prüfungsrelevantes Wissen aufzuarbeiten.

 

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